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19. November 2018
Mit Pop-up-Büros gegen hohe Mieten und versteckten Leerstand.
Der Büroraumvermittler ShareDnC will die Angebotspalette in Sachen flexibel nutzbarer Büros erweitern. Dafür sucht er die passenden Flächen für Pop-up-Büros, die Mietern zwar Flexibilität bieten können, aber dabei das Firmenkonto schonen.

Junge Unternehmen auf der Suche nach flexiblen Bürolösungen müssen sich nicht selten finanziell ziemlich strecken, um sich die von großen Coworkinganbietern aufgerufenen Preise für einen Arbeitsplatz im Coworkingcenter leisten zu können. In Berlin etwa gibt es den eigenen Schreibtisch an einem der WeWork-Standorte für zwischen 350 Euro und 480 Euro im Monat, ein eigenes Büro schlägt in der Regel mit mehr als 1.000 Euro im Monat zu Buche. Für günstigere Alternativen in Form von Pop-up-Bürostandorten will der Bürovermittler ShareDnC sorgen, indem er versteckte Leerstände aufspürt und sie für den Markt nutzbar macht. So erklärt Philipp Hartje, einer der Gründer von ShareDnC, die Idee hinter dem Leitmotiv: „Flexible Büros für jedes Business“.

Es gebe nämlich ein Potenzial an nutzbarer und im Grunde verfügbarer Bürofläche, welches in keine Leerstandsquote eingerechnet werde. „Das sind Gebäude, die zeitnah umgebaut oder abgerissen werden sollen. In der Zeit, die es dauert, bis es damit losgehen kann, stehen viele Flächen einfach leer“, erklärt Hartje. Hinzu kämen außerdem noch Büros, die zwar aktuell vermietet sind, aber gar nicht benötigt werden. „Es gibt Firmen, die sich ganz bewusst einen Puffer anlegen. Solange der nicht für das eigene Geschäft benötigt wird, können diese Flächen untervermietet werden.“

Hartje ist sich sicher, dass mit der Aktivierung solcher Potenziale der Markt relevant erweitert werden und ein Angebot für alle geschaffen werden könnte, die zwar Flexibilität suchen, aber finanziell kleinere Brötchen backen müssen. „Gerade bei Gebäuden, bei denen in naher Zukunft ein Refurbishment ansteht, gibt es eine große Nachfrage, wenn man dortige Flächen flexibel nutzbar macht.“ Um solche Potenziale zu heben, geht ShareDnC gezielt auf Projektentwickler zu; erste Erfahrungen gebe es bereits. „Die haben keine Alternative, als die Büros leer stehen zu lassen oder sie eben temporär zu vermieten für ein oder zwei Jahre, bis es mit der Entwicklung weitergeht“, sagt er. Ein Problem sei dabei noch, dass der temporäre Leerstand meist in die Entwicklungskosten eingepreist sei. „Der Sinn unserer Idee ist den meisten sofort evident. Unsere Aufgabe ist es, erst einmal das Problembewusstsein zu wecken.“

Gelingt es ShareDnC, entsprechende Büroflächen zu aktivieren, sollen diese laut eigener Zielsetzung preislich deutlich unterhalb der Mieten der großen Coworkinganbieter angesiedelt sein. „Junge Unternehmen im Wachstum können sich vielleicht keine 400 Euro im Monat für einen Arbeitsplatz leisten, sondern nur 200 Euro. Dafür bekommt man dann weniger Drumherum als im Coworkingcenter, aber das Grundbedürfnis nach Flexibilität wird trotzdem befriedigt“, sagt Hartje.

 

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