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Flexible Office Space – Nur ein Trend oder ein nachhaltiges Konzept?

Der Hype um flexible Bürolösungen hält weiter an. Insbesondere in deutschen Großstädten schießen Flexible Office Spaces wie Pilze aus dem Boden. Alleine in den Top-7-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart konnten im Mai dieses Jahres laut einer aktuellen Studie des Immobilienberaters JLL Deutschland insgesamt 429 bereits eröffnete und 58 geplante Flexible-Office-Space-Standorte verzeichnet werden.

Bereits im vergangen Jahr kamen 62 Standorte mit einer Gesamtfläche von 120.000 Quadratmetern hinzu – ein Wachstum, das der Analyse zufolge auch in 2018 anhalten wird.

Flexible Office Space im internationalen Vergleich

Auch im internationalen Vergleich hat sich der Markt für Flexible Office Spaces in den letzten Jahren positiv entwickelt. Der Flächenbestand in Europa ist im vergangenen Jahr um rund ein Viertel gewachsen. Dies entspricht einer Erweiterung des Bestandes um mehr als 500.000 Quadratmeter.

Weltweit gesehen waren London mit über 700.000 Quadratmetern und New York mit über 600.000 Quadratmeter Fläche die absoluten Spitzenreiter in 2017. In Europa besitzt Berlin nach London, Paris und Amsterdam den größten Flexible-Office-Space-Bestand.

Gesellschaftlicher Wandel und technologischer Fortschritt

Flexible Office Space gewinnt mehr und mehr an Bedeutung

Doch warum gewinnt Flexible Office Space heutzutage immer mehr an Bedeutung? Wir klären auf. Zunächst spielt der gesellschaftliche Wandel hin zu einer Sharing Economy eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung. Statt zu kaufen teilen wir lieber: Autos, Essen, Räume, Flächen und sogar ganze Büros.

Gleichzeitig macht der technologische Fortschritt es möglich, dank mobilem Internet und leistungsstarken Laptops, ortsunabhängig zu arbeiten. Damit erschließen sich ganz neue Arbeits- und Geschäftsmodelle – der Nährboden für Startups und Selbstständige. Die jungen Gründer wiederum werden durch den Staat und die Wirtschaft nachhaltig gefördert. Und hier schließt sich dann der Kreis.

Die Definition von Flexible Office Space

Doch nun treibt den einen oder anderen vielleicht noch die Frage um, was Flexible Office Space eigentlich ist. Auch hier möchten wir niemanden im Unklaren lassen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei Flexible Office Space um Büroarbeitsplätze handelt, die von einem Anbieter zu flexiblen Bedingungen in Hinblick auf Anzahl, Laufzeiten und Preise angeboten werden.

Die flexiblen Bürolösungen beinhalten außerdem eine komplette Büroinfrastruktur und bieten darüber hinaus eine große Bandbreite an Dienstleistungen und Veranstaltungen an. Das Angebot an Flexible Office Space ist ausgesprochen vielfältig, allerdings lassen sich die Anbieter grundsätzlich in vier Kategorien einordnen: Business Center, Coworking Space, Hybrid und Office Sharing.

Business Center – Die klassische Bürolösung

Business Center fokussieren sich auf die Privatsphäre ihrer Mieter und ermöglichen ein konzentriertes Arbeiten dank geschlossener Räumlichkeiten. Dabei kann es sich sowohl um Privatbüros oder Offices für mehrere Mitarbeiter handeln. Darüber hinaus haben die klassischen Business Center auch hochwertige Services im Angebot, beispielsweise einen Sekretariatsservice oder eine Postbearbeitung.

Zur Zielgruppe zählen eher konservative Büronutzer aus einem klassischen Businessumfeld. Ein traditionelles Business Center unterscheidet sich aber nicht nur durch seine Zielgruppe, sondern häufig auch durch seine Größe von den übrigen Flexible-Office-Space-Lösungen. In Deutschland verfügen sie in der Regel über eine Fläche von 900 bis 1.600 Quadratmetern und sind damit häufig wesentlich größer, als Anbieter, die auf reines Coworking spezialisiert sind.

Coworking Space – Der Austausch steht im Vordergrund

Während also in den klassischen Business Centern der Fokus auf der Privatsphäre liegt, steht im Coworking Space ein Austausch im Vordergrund. Das beinhaltet nicht nur das Teilen von offenen Arbeits- und Kommunikationsbereichen, sondern auch die Weitergabe von Wissen und Erfahrungswerten.

Coworker profitieren dabei von einer Community, in der zwar alle Menschen frei voneinander im selben Raum arbeiten, jedoch ein produktiver Austausch zustande kommen kann. Nicht ohne Grund sind die folgenden fünf Werte kennzeichnend für die meisten Coworking Spaces: Offenheit, Kollaboration, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Zugänglichkeit.

Zur Zielgruppe von Coworking Spaces zählen in erster Linie Startups und Freelancer. Aufgrund der großen Nachfrage bieten viele Coworking Space inzwischen nicht nur offene Bereiche, sondern auch geschlossene Räume und Privatbüros an.

Hybrid – Kombination von Privatbüros und offenen Arbeitsbereichen

Darüber hinaus gibt es mit dem Hybridmodell noch weitere Gruppe der Flexible Office Spaces. Dieses zeichnet sich gleichermaßen durch Elemente von klassischen Business Centern aus, wie zum Beispiel ein Angebot von Privatbüros, das durch offene Bereiche, die man aus einem Coworking Space kennt, ergänzt wird.

Dabei entfällt in der Praxis lediglich eine Fläche von zehn bis 20 Prozent an die Open-Space-Flächen für Coworking. Der Fokus liegt beim Hybridmodell auf einer trendigen Flächenausstattung. Zur Zielgruppe gehören sowohl konventionelle Büronutzer und Startups, aber auch Mitarbeiter oder ganze Projektteams von Unternehmen, die nur zeitweise einen Arbeitsplatz benötigen

Office Sharing – Untervermietung bei einem Unternehmen und Bürogemeinschaften

Als Office Sharing kann man beispielsweise eine Bürogemeinschaft bezeichnen. Schon früher galten Bürogemeinschaften als eine gute Alternative zu traditionellen Büros, denn sie bringen zahlreiche Vorteile mit sich. Durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen werden beispielsweise Kosten gespart. Außerdem trifft man in Bürogemeinschaften auf Gleichgesinnte, mit denen man sich beruflich wie privat austauschen kann.

Doch insbesondere in den letzten Jahren haben sich Bürogemeinschaften noch aus einem anderen Grund etabliert. Denn gerade in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sind die Büromieten häufig sehr teuer, insbesondere dann, wenn sich die Büros in zentraler Lage befinden. Dank Bürogemeinschaften werden selbst die Büros erschwinglich, die man sich als Einzelperson eigentlich nicht leisten kann, denn die Kosten für die Gemeinflächen werden ja schließlich mit anderen geteilt.

Beim Office Sharing kann es sich aber ebenso um Räumlichkeiten handeln, die von Unternehmen vermietet werden. Diese holen sich dann quasi Untermieter ins Büro, weil ein Teil ihrer Räume ungenutzt ist. Das Office Sharing unterscheidet sich von den ersten drei Kategorien – also den Business Centern, den Coworking Spaces und den Hybriden – insbesondere dadurch, dass die Vermietung von Büros nicht gewerblich oder professionell betrieben wird.

 

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