Der große Vergleich: Coworking, eigenes Büro oder Shared Office?

Gerade für Existenzgründer, Start-Ups und junge Unternehmen stellt die Büroknappheit in den Großstädten ein handfestes Problem dar. Um dennoch ein passendes Büro in Zeiten der dynamischen und immer flexibleren Geschäfts- und Arbeitswelt zu finden, das dem eigenen Platzbedarf entspricht, besteht neben der Suche nach einem eigenen Büro die Möglichkeit, Coworking zu nutzen oder in einem Shared Office zu arbeiten.

Nun etwas mehr zu den Besonderheiten, Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser Büromodelle.

Coworking, Shared Office oder doch lieber ein eigenes Büro?

Die Vor- und Nachteile

Jedes Modell hat seine ganz eigenen Vorteile, sodass sich auch für jedes Geschäftsmodell das passende Angebot finden lässt. So sind Shared Office-Lösungen aufgrund der günstigen Mietkosten etwa ideal für Start-Ups oder Freiberufler, die eine Alternative zum Home Office suchen. Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Bürovarianten übersichtlich aufgeführt:

Coworking

Vorteile

  • Geringere Mietdauer

  • Flexible Laufzeiten

  • Erfahrungsaustausch mit anderen Coworkern

  • Geringe Einzugskosten

  • Bestehende Büroausstattung

  • Arbeitsplätze können vergrößert oder verkleinert werden

  • Im Mietpreis sind sämtliche Nebenkosten enthalten

  • Sanitäre Anlagen

  • Teeküche und Ruheräume

  • Ideal für Networker

  • Zum Teil auch stundenweise mietbar

Nachteile

  • Keine Privatsphäre

  • Kein Schutz vor Ideenklau

  • Offene Büros sind störanfällig

  • Großes Vertrauen untereinander ist Voraussetzung

Eigenes Büro

Vorteile

  • Ausreichend Platz für neue Mitarbeiter

  • Vertrautes Umfeld

  • Unternehmen kann sich so darstellen, wie es möchte

  • Planungssicherheit

  • Persönliche Ausstattung

  • Privatsphäre

Nachteile

  • zum Teil teure Miete

  • hohe Kaufkosten

  • oft nur noch an schlechten Standorten erschwinglich

  • zum Teil schlechte Verkehrsanbindung

Shared Office

Vorteile

  • Flexibilität

  • Bequemlichkeit

  • Kostenersparnis

  • Persönliche Ausstattung

  • Privatsphäre

  • Einfachere Zukunftsplanung

Nachteile

  • Die Infrastruktur ist vorgegeben

Welche Gemeinsamkeiten haben Coworking, ein eigenes Büro und ein Shared Office?

Mitarbeiter können in allen Fällen auf eine gute und solide Büroausstattung zurückgreifen. Beim Coworking und auch beim Shared Office wird diese Büroausstattung vom Vermieter bereits vorgegeben. Bei einem wirklich eigenen Büro muss der Firmeninhaber allerdings selbst für die Möblierung und Planung des Büros sorgen.

Coworking
Eigenes Büro
Shared Office
Mitarbeiter profitieren von guter Büroaustattung
Technische Infrastruktur
Gutes Arbeitsklima für Mitarbeiter

Die Unterschiede zwischen Coworking, einem eigenen Büro und einem Shared Office

Beim Coworking erwarten zukünftige Mieter neben einem Schreibtisch und einem Bürostuhl auch häufig eine bereits vorhandene Infrastruktur mit WLAN, Drucker etc. Bei dieser Bürolösung ist nicht immer sichergestellt, dass derselbe Arbeitsplatz am nächsten Tag auch wieder zur Verfügung steht. Daher gilt hier ein hohes Maß an Flexibilität, auch im Bezug zur Mietdauer. Entsprechend eignet sich diese Bürolösung insbesondere für Start-Ups, die nicht sicher abschätzen können, wie schnell sich das eigene Unternehmen und die Größe des Teams in näherer Zukunft entwickeln wird. Coworking bietet zudem die Möglichkeit zum einfachen Networking. So entsteht ein kreativer Ideenpool im Büroalltag.

Für eigene Büroräume herrscht aktuell die größte Nachfrage überhaupt, da sie ein hohes Maß an Privatsphäre bieten, um beispielsweise vertrauliche Dinge zu besprechen. Beim eigenen Büro profitieren Firmeninhaber im Idealfall von einer repräsentativen Außenwirkung. So besteht beim Kauf einer Büroimmobilie die Möglichkeit, die Räumlichkeiten nach den persönlichen Wünschen zu gestalten und so auch die Philosophie des Unternehmens für potentielle Kunden sichtbar zu machen. Allerdings ist dafür auch einiges an Investitionen notwendig und es steht zu Beginn eines Unternehmens die Frage im Raum, ob sich diese finanziellen Ausgaben auch in der Zukunft amortisieren werden.

Ein Shared Office stellt eine interessante Alternative für Start-Ups dar, die nicht in einem Coworking Space arbeiten möchten. Hier können Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige günstig einen oder mehrere Büroräume von einem anderen Unternehmen anmieten und sich so mit diesem ein Büro teilen. In aller Regel werden hier eine Etage oder Teilbereiche einer Etage von einem anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Zum Teil ist es sogar möglich, von bestehenden gemeinschaftlichen Einrichtungen, wie sanitären Anlagen, Küchen oder auch Firmen-Restaurants zu profitieren. Gleichzeitig halten sich die Kosten im Vergleich zu einem eigenen Büro in Grenzen.

Coworking
Eigenes Büro
Shared Office
Mietdauer
Flexibel und kurz
Meist lang
Flexibel
Fester Arbeitsplatz
Nein
Ja
Ja
Eigene Darstellung des Unternehmens
Nicht gegeben
Gegeben
Teils gegeben
Vorhandene Büromöbel
Ja
Nein
Ja
Gemeinschaftsräume und sanitäre Einrichtungen
Ja
Müssen geschaffen werden
Ja
Kosten
Niedrig
Hoch
Niedrig bis Mittel
Privatsphäre
Gering
Hoch
Hoch

Wie sieht die tatsächliche Nutzung der verschiedenen Büroflächen aus?

Ob Coworking, eigenes Büro oder Shared Office — Studien haben gezeigt, dass weniger als die Hälfte der Bürofläche, die zur Verfügung steht, auch genutzt wird. Das ist nicht nur kostenineffizient, sondern verhindert auch, dass viele kleine Unternehmen ein Zuhause für ihr Business finden. Da liegt die Lösung doch eindeutig auf der Hand: Untervermieten, um Kosten zu teilen und Existenzgründern, Start-Ups und jungen Unternehmen ein Zuhause zu bieten.

Kostenvergleich zwischen Coworking, eigenem Büro und Shared Office

Ein genauer Kostenvergleich ist nicht einfach. In jeder Stadt und Region fallen unterschiedliche Mieten und Nebenkosten an. Ebenso gibt es regional unterschiedliche Kaufpreise für Büroimmobilien.

Allgemein lässt sich aber feststellen, dass zur Kaltmiete bei einem eigenen Büro noch viele Kosten hinzukommen. Dadurch ist Coworking im Schnitt nicht teurer als ein Büro imd ein Shared Office sogar deutlich günstiger. 

Die nachfolgende Tabelle zeigt Beispielrechnungen aus 6 Großstädten Deutschlands: 

Eigenes Büro
für 4 Personen
(70 m²)
2×2 Pers.-Raum
Coworking
2×2 Pers.-Raum
Shared Office
München
2 Büroräume (á 18 m²)
1.080 €
2.980 €
1.700 €
Miete zusätzliche
Räume (Küche,
Meeting, etc.)
1.050
10 h / Monat inkl.
inkl.
Nebenkosten
280 €
inkl.
inkl.
Strom
105 €
inkl.
inkl.
Weitere Kosten
(Möbel, Reinigung,
etc.)
480 €
inkl.
inkl.
Gesamtkosten
2.994 €
2.980 €
1.700 €
Berlin
2 Büroräume (á 18 m²)
804 €
2.218 €
1.266 €
Miete zusätzliche
Räume (Küche,
Meeting, etc.)
782 €
10 h / Monat inkl.
inkl.
Nebenkosten
208 €
inkl.
inkl.
Strom
123 €
inkl.
inkl.
Weitere Kosten
(Möbel, Reinigung,
etc.)
480 €
inkl.
inkl.
Gesamtkosten
2.397 €
2.218 €
1.266 €
Hamburg
2 Büroräume (á 18 m²)
872 €
2.406 €
1.373 €
Miete zusätzliche
Räume (Küche,
Meeting, etc.)
848 €
10 h / Monat inkl.
inkl.
Nebenkosten
226 €
inkl.
inkl.
Strom
110 €
inkl.
inkl.
Weitere Kosten
(Möbel, Reinugung,
etc.
480 €
inkl.
inkl.
Gesamtkosten
2.536 €
2.406 €
1.373 €
Köln
2 Büroräume (á 18 m²)
838 €
2.312 €
1.319 €
Miete zusätzliche
Räume (Küche,
Meeting, etc.)
815 €
10 h / Monat inkl.
inkl.
Nebenkosten
217 €
inkl.
inkl.
Strom
115 €
inkl.
inkl.
Weitere Kosten
Möbel, Reinigung,
etc.)
480 €
inkl.
inkl.
Gesamtkosten
2.465 €
2.312 €
1.319 €

Für welche Berufsgruppen eignen sich die verschiedenen Modelle?

Coworking eignet sich für:

  • Start-Ups, die ihre ersten selbstständigen Gehversuche unternehmen möchten

  • Freiberufler, die für eine bestimmte Zeit Büroräume benötigen

  • Renommierte Unternehmen, die für Aktionen für kurze Zeit Mitarbeiter ausgliedern möchten, damit diese im Team ungestört besser zusammenarbeiten können

  • Individualisten, die Coworking auch für Ideenfindung nutzen

Ein eigenes Büro ist ideal für:

  • erfolgreiche Unternehmer, die ihr Unternehmen an einem festen Standort aufbauen möchten

  • Agenturen oder Firmen, die ihr Unternehmen im eigenen Stil präsentieren möchten

  • Rechtsanwaltskanzleien - für Juristen besteht Kanzleipflicht

Ein Shared Office eignet sich für:

  • Start-Ups

  • All diejenigen, die auf die gehobene Büroausstattung und gute Infrastruktur des Vermieters zurückgreifen möchten und sich dennoch nicht über viele Jahre binden wollen

Fazit

Jeder hat seine eigene Vorstellungen von seinem Start-Up und wie sich dieses präsentieren soll. Vielen reicht die flexible und lockere Vorgehensweise in einem Coworking Space.

Wer auf seine Kosten achten muss, für den stellt Coworking die ideale Lösung dar. Wer sich nicht sicher ist, ob er ein eigenes Büro anmieten oder gar eine Büroimmobilie kaufen soll, der kann die ersten Gehversuche auch beim Shared Office unternehmen. Bei einem angesehenen Unternehmen kannst Du mit gehobener Ausstattung und guter Infrastruktur Dein Start-Up aufbauen. Letztlich hängt die Entscheidung nicht nur von der Branche und dem Standort ab, sondern auch von der Arbeitsweise und der Persönlichkeit.

Wer sich in Zukunft vergrößern möchte, für den ist das Shared Office als Anbieter eine interessante Option. So kann bereits ein größeres Office gemietet werden, als Anfangs notwendig aber die Option zur Vergrößerung ist gegeben.

Wenn Du für Dein Unternehmen eine passende Büroumgebung in Deiner Stadt oder Region suchst oder freie Büroräume untervermieten möchtest, dann kannst Du bei ShareDNC für jedes Business die passenden Büroräume finden. Als Mieter profitierst du hierbei von kurzen Mindestlaufzeiten sowie günstigen All-Inklusive-Mieten ohne Provision oder anderen versteckten Kosten. Als Vermieter wird dir die Suche nach einem Untermieter erleichtert und shareDnC kümmert sich um alle vertraglichen Vereinbarungen.

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