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In vielen Bereichen haben sich die Büroarbeitsplätze stark verändert. In früheren Zeiten ist man jeden Morgen in sein Büro gekommen und hat dort seinen Arbeitsplatz so vorgefunden, wie man ihn am Abend verlassen hat. Das bekannteste Beispiel der traditionellen Büros findet man auch heute noch in den öffentlichen Verwaltungen. Jeder Mitarbeiter hat dort bis zum Wechsel auf eine andere Stelle einen festen Büroarbeitsplatz.

Jedoch gibt es auch moderne Unternehmen, die flexible Büroarbeitsplätze bereitstellen. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter sich jeden Morgen einen neuen Schreibtisch suchen. Nachfolgend wollen wir uns die unterschiedlichen Bürokonzepte näher anschauen.

Welche verschiedenen Bürokonzepte gibt es?

Bürokonzepte sind in heutiger Zeit breit gefächert. Hierbei handelt es sich um Strukturmodelle, die sich mit der Gestaltung von Büroarbeitsflächen befassen. Jedes Unternehmen hat ein eigenes Bürokonzept, auf das sich die Mitarbeiter einstellen müssen.

Das macht ein gutes Bürokonzept aus:

  • Arbeitsabläufe werden gegliedert
  • Flächenwirtschaftlichkeit in Bezug auf die Gebäudekosten
  • die Werte der Organisationskultur werden räumlich dargestellt
  • Lösungen für die funktionalen Erfordernisse eines Unternehmens
  • höchste Anpassungsfähigkeit
  • ein positiver Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen
  • es werden Effektivität und Effizienz beeinflusst
  • positive Arbeitsatmosphäre für die dort beschäftigten Mitarbeiter

Nachfolgend erklären wir verschiedene Bürokonzepte und was diese ausmacht.

Das Zellenbüro

Ein traditionelles Bürokonzept stellt das sogenannte Zellenbüro dar. Dieses Konzept wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert in Florenz als sogenannte Uffizien entwickelt. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um die typischen Büroräume in öffentlichen Verwaltungen. Von einem Mittelflur gehen zu beiden Seiten geschlossene Einzelbüros ab, die für einen oder zwei Arbeitsplätze vorgesehen sind.

Die meisten Büros bestehen hier aus Doppelzimmern. Zu den Nachteilen dieser veralteten Büroform gehören lange Kommunikationswege, eine geringe Flexibilität, eine geringe Produktivität  sowie gegenseitige Störungen durch den Zimmerpartner. Dennoch ist dieses Konzept in Deutschland bei den Mitarbeitern beliebt, da sie jedem Einzelnen eine Art Rückzugsmöglichkeit bieten.

Das Großraumbüro

Das Großraumbüro stammt aus den Vereinigten Staaten und ist eine offene Bürolösung. Hier arbeiten viele Personen auf einer Fläche, wobei die einzelnen Schreibtische bzw. Arbeitsplätze noch nicht einmal durch dünne Stellwände getrennt sein müssen.

Dieses Bürokonzept birgt natürlich die Gefahr, dass eine starke Unruhe entsteht, da viele Menschen hier auf engstem Raum zusammen arbeiten. Zu den Vorteilen gehören eine optimale Flächenwirtschaftlichkeit und Flexibilität. Nachteilig erweist sich ein Großraumbüro auch durch Telefone, laut sprechende Mitarbeiter und Klimaanlagen, die den Lautstärkepegel ansteigen lassen. Aus diesem Grund wurde dieses Bürokonzept in den meisten Unternehmen ab den 80er Jahren als für gescheitert erklärt.

Das Gruppenbüro

Als Alternative zum Großraumbüro wurde das Gruppenbüro entwickelt. Hierbei handelt es sich wieder um eine große Bürofläche, die jedoch systematisch in einzelne Arbeitsbereiche unterteilt ist. Durch Stellwände wird jeder Arbeitsbereich getrennt. In jedem Bereich arbeiten ein bis vier Mitarbeiter. Zum Gang sind diese Bereich jedoch offen.

Gruppenbüros sind etwas übersichtlicher gestaltet als Großraumbüros. Technische Einrichtungen und Wartebereich befinden sich im Mittelbereich. Dennoch zeichnet sich diese Büroform als recht unruhig aus, da zumindest auf einer Schreibtischseite keine Wände vorhanden sind und die Mitarbeiter sich gegenseitig beeinträchtigen.

Das Kombibüro

In den 80er Jahren entstanden zunächst in Skandinavien die ersten Kombibüros. Dabei handelt es sich um ein Bürokonzept, mit dem versucht wurde, die Vorteile von Zellen- und Großraumbüros zu kombinieren. In Kombibüros gibt es Einzelzimmer, die sich um eine Kommunikationszone bilden. In dieser Kommunikationszone sind Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht, wie zum Beispiel Besprechungsräume, Teeküchen und Fotokopierer.

Die Einzelbüros bieten eine gute Möglichkeit zum konzentrierten Arbeiten. Glaswände sorgen hier für eine helle Ausleuchtung. Bei Bedarf können sich die Mitarbeiter in den Besprechungsräumen treffen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Begegnungen zwischen den Mitarbeitern sind hier ausdrücklich erwünscht. Darüber hinaus kann von allen die installierte Technik gleichermaßen genutzt werden. Das Kombibüro stellt das flächenwirtschaftlichste Bürokonzept dar und ist äußerst flexibel.

Das reversible Büro

Moderne Unternehmen legen heute großen Wert auf reversible Büros. Bei diesen lassen sich die zur Verfügung stehenden Büroflächen individuell und flexibel immer auf die benötigten Anforderungen anpassen. Über Raumteiler und Trennwände können verschieden große Arbeitsbereiche erstellt werden.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Büroeinrichtung einfach zu bewegen ist. Grund hierfür ist, dass sich dieses Bürokonzept an Nutzer mit unterschiedlicher Teilnehmerzahl richtet. Arbeitsgruppen und Projektgruppen haben nicht immer dieselbe Personenstärke. Hierauf muss beim reversiblen Büro eingegangen werden.

Desksharing

Zu den modernen Bürokonzepten in Unternehmen und als ein Bürokonzept der New Work gehört das Desksharing. Im Idealfall sind hiervon die Mitarbeiter sowie das Management betroffen. Alle beteiligten müssen sich eine begrenzte Anzahl an Schreibtischen bzw. Arbeitsplätzen teilen. Problematisch ist, dass eine persönliche und feste Zuteilung eines Schreibtisches an einen einzelnen Mitarbeiter hierbei unterbleibt.

Mit dieser Form kann man als Unternehmen die Räumlichkeiten besonders flexibel und optimal ausnutzen. Andererseits müssen sich die Mitarbeiter immer wieder einen neuen Arbeitsplatz suchen, was ggf. auch zu Unruhe führen kann. Man fühlt sich am eigenen Platz nicht mehr ganz so heimisch. Einige Mitarbeiter möchten sich Ihren täglichen Arbeitsplatz auch mit eigenen Dekorationen und Gegenständen verschönern. Beim Desksharing hat man aber in aller Regel an jedem Tag einen neuen Schreibtisch.

Non-territoriale Arbeitsplätze

In der heutigen Zeit muss man im Unternehmen nicht unbedingt einen festen Arbeitsplatz haben. Dank mobiler Techniken ist es möglich, von unterwegs zu arbeiten. In aller Regel wird lediglich ein funktionierender Internetzugang benötigt. Sehr beliebt sind die Konzepte Telearbeit oder Home-Office. In diesem Fall wird von zu Hause aus gearbeitet. Ab und an setzt man sich mit seinem Arbeitgeber oder seinem Team bei einem gemeinsamen Meeting zusammen, um neue Arbeitsziele zu definieren oder zu besprechen.

Darüber hinaus ist es aber auch möglich, von jedem Café, Hotel oder sogar vom Auto aus über Notebook, Tablet und sogar Smartphone zu arbeiten. Wie bereits erwähnt, ist das Internet heute eine der wichtigsten Voraussetzung für non-territoriale Arbeitsplätze.

Was bedeutet New Work?

New Work ist ein Trend, der die traditionelle Arbeitswelt neu beleuchtet. In heutiger Zeit übernimmt die Digitalisierung weite Bereiche des Arbeitslebens. Maschinen werden von Maschinen hergestellt und Daten von Computern verarbeitet. Diese Auswirkungen machen sich auch in der Büroarbeit bemerkbar. In den Büros stehen die wichtigsten Unternehmensdaten per Knopfdruck zur Verfügung, sodass Geschäftsberichte und andere Statistiken mühelos automatisch erstellt werden können.

Moderne Büros sind in erster Linie ein Ort für den Erfahrungsaustausch und die Kommunikation geworden. Hier sollen neue Ideen umgesetzt werden. An verstaubten Schreibtischen möchte kaum noch jemand arbeiten. Aus diesem Grund spielen offene Bürokonzepte eine wichtige Rolle, denn sie fördern die Zusammenarbeit. Zum Teil werden hierbei auch Hierarchien abgebaut und der Teamgedanke tritt in den Vordergrund. Die schnelle Reaktion auf sich verändernde Marktbedingungen, erfordert ein schnelles Zusammentreffen von beteiligten Mitarbeitern. Arbeitsgruppen müssen sich spontan zusammensetzen können. Dies gelingt nur mit einem modernen und flexiblen Bürokonzept.

Eine Grundvoraussetzung ist, dass auch die Mitarbeiter mit dem Trend New Work zurechtkommen. Dies mag bei jungen Mitarbeitern der Fall sein. Schwieriger ist es bei älteren Mitarbeitern, die sich an starre Arbeitsabläufe und Büros gewöhnt haben. Wichtig ist in allen Fällen, dass bei der Erstellung eines neuen Bürokonzepts auch die Mitarbeiter befragt und eingebunden werden. Gemeinsam kann in Erfahrung gebracht werden, wie die Mitarbeiter am liebsten arbeiten. Auch der Kunde darf hier natürlich nicht vergessen werden. Es sollte geklärt werden, wie repräsentativ ein Büro bzw. dessen Ausstattung für den Kunden sein muss.

Die beliebten Einrichtungstrends für Büros

Wenn man eine Büroeinrichtung für sein Startup sucht, kann man auf viele verschiedene Lösungen zurückgreifen. Auf folgende Punkte sollte geachtet werden:

  • wer es gemütlich mag, der kann ein Büro im Wohnzimmer-Look einrichten
  • zur Entlastung des Rückens bieten sich Arbeitsplätze mit Stehmöglichkeiten an
  • die Büroausstattung sollte flexibel genug sein, dass sich individuell verändern lässt
  • Ruheräume oder Hängesessel, die zur Entspannung der Mitarbeiter beitragen
  • Tee- und Kaffeeküchen bieten sich als Rückzugsort an
  • ausreichende Ruhe bzw. eine optimale Akustik

Darauf solltest Du verzichten

Nicht immer lassen sich Büroräume aufgrund bestehender Platzverhältnisse optimal einrichten. Hierauf sollte geachtet werden:

  • das Design der Büroausstattung sollte zum Betrieb passen
  • Schmuddelecken sind zu vermeiden
  • falsche Anordnung der Schreibtische
  • schlechte Beleuchtung bzw. kein Tageslicht
  • nicht ergonomische Arbeitsplätze
  • billige Möbel mit kurzer Lebensdauer
  • Räume ohne Fenster oder Abluft, in denen Fotokopierer stehen

Da die meisten Arbeitsplätze mit betriebsspezifischer Technik ausgestattet sind, sollte auch der Support schnell erreichbar sein. Mögliche Mängel in Bezug auf Hard- und Software sollten schnellstmöglich behoben werden können.

Technische Richtlinien für Arbeitsstätten beachten

Für die Ausgestaltung moderner Arbeitsplätze kann man sich bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) über die technischen Richtlinien für Arbeitsstätten (ASR) informieren. Darin sind sowohl die ergonomischen Anforderungen von Arbeitsplätzen aufgeführt, als auch mögliche Gesundheitsbeeinträchtigungen.

Die Vorteile von Coworking

Coworking steht für Zusammenarbeiten. Man bietet beispielsweise ein offenes Bürokonzept an, in dem sich Freiberufler, kleinere Startups oder Kleinunternehmer einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz mieten können. Diese sogenannten Coworking-Spaces lassen sich zeitlich flexibel anmieten. Als Unternehmer ist man hier nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden. Vorteilhaft ist, dass diese Lösung in vielen Großstädten Deutschlands angeboten wird. Von daher ist diese Büroform ideal für sogenannte digitale Nomaden.

Vor Ort lassen sich interessante Kontakte knüpfen, Ideen verwirklichen und auch gemeinsame Projekte weiterentwickeln. Hier können die Arbeitsplätze alleine oder in der Gemeinschaft genutzt werden. Dadurch kann auf die langfristige Anmietung von Büroräumen verzichtet werden.

Von Zuhause arbeiten

Eine andere Möglichkeit für ein flexibles Arbeiten stellt das Home-Office dar. Hier kann man in den eigenen vier Wänden, meist bei freier Zeiteinteilung, seiner Arbeit nachgehen. Ebenso wie beim Coworking spielt hier eine technische Grundausstattung sowie Internetanbindung eine wichtige Rolle. Immer häufiger arbeiten auch fest angestellte Mitarbeiter zuhause, wobei viele Firmen in diesem Fall von einer Telearbeit sprechen.

Beispiele verschiedener Bürokonzepte in Unternehmen

Bei Microsoft in München mussten etwa 1.900 Mitarbeiter nach einem Umzug ihren Schreibtisch räumen. Im neuen Gebäude standen auf etwa 26.000 Quadratmetern nur noch flexible Arbeitsplätze zur Verfügung. Dies bedeutet, dass sich jeder Mitarbeiter am Morgen einen freien Schreibtisch suchen muss. Seit etwa zwei Jahren verfolgt Microsoft dieses Konzept. Darüber hinaus, dürfen die Mitarbeiter auch von zuhause aus arbeiten. Home-Office wird bei Microsoft großgeschrieben. Die einzige Voraussetzung ist, dass die tägliche Arbeit erledigt werden muss. Die technische Ausstattung stellt Microsoft selbst und vergibt hochmoderne Hybrid-Notebooks an die Mitarbeiter, sodass ihnen grenzenloses Arbeiten ermöglicht wird.

In Hamburg ist die Google-Zentrale Deutschland ansässig, bei der es relativ bunt zu geht. In einem zehnstöckigen Gebäude arbeiten 500 Mitarbeiter in Großraumbüros. Hier haben die Mitarbeiter eigene Arbeitsplätze, die sie individuell und gemütlich eingerichtet haben. Um ungestört arbeiten zu können, sind die dortigen Rechner mit Kopfhörern ausgestattet. Darüber hinaus wurden gemütliche Besprechungsräume eingerichtet, die auch für gemeinsame Videospiele genutzt werden können. Auch hier steht im Vordergrund, dass der Job zwar erledigt werden muss, dem einzelnen Mitarbeiter aber trotzdem viele Entspannungsmöglichkeiten und Freiheiten geboten werden.

Der Hersteller adidas testet ebenfalls neue Bürokonzepte. Er hat diesbezüglich das Bürogebäude Pitch entwickelt, das als Spielfeld bezeichnet werden kann. In einem Großraumbüro sind spezielle Lounges im Wohnzimmer-Look eingerichtet, in denen sich die Mitarbeiter entspannen und erholen können. Jede Etage wurde mit abwechslungsreichen Möbel eingerichtet. Mit diesem Vorhaben möchte adidas die Unternehmensziele durch zufriedene Mitarbeitern noch schneller erreichen.

Eines der bekanntesten Unternehmen, das Coworking-Flächen anmietet, ist der IT-Riese IBM. Aber auch Coca-Cola, Twitter, Ericsson und andere größere Unternehmen setzen auf Coworking.

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