
Der große Vergleich: Coworking, eigenes Büro oder Shared Office?
Coworking Space, Shared Office oder eigenes Büro: Für Gründer:innen, Selbstständige und wachsende Teams gibt es drei gängige Wege zum Büro. Sie unterscheiden sich vor allem in Vertrag, Laufzeit, Ausstattung und Kosten pro Arbeitsplatz. Der Vergleich zeigt dir die Unterschiede auf einen Blick, mit aktuellen Preisen von shareDnC, und hilft dir zu entscheiden, ob Coworking oder ein Shared Office zu deinem Team passt.
Coworking, Shared Office oder eigenes Büro: der Vergleich auf einen Blick
In Deutschland gibt es drei gängige Wege zu einem Büro. Sie unterscheiden sich in Vertrag, Laufzeit, Ausstattung und Kosten:
Coworking: Ein Betreiber stellt fertig ausgestattete Arbeitsplätze oder Teambüros bereit. Möbel, Internet, Küche und Meetingräume sind im Preis enthalten, Verträge laufen oft nur wenige Monate.
Shared Office (Untermiete): Ein Unternehmen gibt freie Räume oder Plätze aus seiner eigenen Mietfläche an ein anderes Unternehmen weiter. Du mietest vom Hauptmieter, nicht vom Eigentümer. Der Hauptmieter braucht dafür die Erlaubnis seines Vermieters nach § 540 BGB.
Eigenes Büro (Direktmiete): Du schließt selbst einen Gewerbemietvertrag mit dem Vermieter, meist dem Eigentümer, und trägst alle Rechte und Pflichten als Hauptmieter.
Kriterium | Coworking | Shared Office (Untermiete) | Eigenes Büro (Direktmiete) |
|---|---|---|---|
Vertrag | Coworking-Vertrag, je nach Ausgestaltung Miet- oder gemischter Vertrag mit Serviceleistungen | Untermietvertrag mit dem Hauptmieter | Gewerbemietvertrag mit dem Vermieter |
Laufzeit | oft monatlich kündbar | flexibel vereinbar, endet spätestens mit dem Hauptmietvertrag | meist mehrere Jahre fest |
Einzug | sofort | meist kurzfristig | oft erst nach Ausbau und Einrichtung |
Eigener, abschließbarer Raum | nur im Teambüro | ja | ja |
Möbel und IT | inklusive | oft vorhanden | selbst anschaffen |
Nebenkosten | inklusive | meist in der Pauschalmiete | separat nach Abrechnung |
Gestaltungsfreiheit | gering | mittel | hoch |
Passt für | Einzelne und kleine Teams, Projekte | Teams, die eigene Räume ohne lange Bindung wollen | Unternehmen mit langfristiger Planung |
Zur Kündigung bei der Direktmiete: Ist ein Gewerbemietvertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen, kannst du nach § 580a Abs. 2 BGB spätestens am dritten Werktag eines Kalendervierteljahres zum Ablauf des nächsten Kalendervierteljahres kündigen, also mit knapp sechs Monaten Vorlauf. Bei einem befristeten Vertrag ist die ordentliche Kündigung während der Laufzeit ausgeschlossen. Eine Ausnahme: Wurde ein Vertrag mit mehr als einem Jahr Laufzeit nicht in Textform geschlossen, gilt er als unbefristet und ist frühestens zum Ablauf des ersten Jahres nach Übergabe kündbar (§ 578 Abs. 1 in Verbindung mit § 550 BGB).
Vor- und Nachteile der drei Büromodelle
Coworking
Im Coworking Space mietest du einen Arbeitsplatz oder ein Teambüro bei einem Betreiber. Das passt vor allem, wenn du allein oder mit einem kleinen Team schnell starten willst.
Vorteile
Sofort startklar: Möbel, Internet, Küche und meist Meetingräume sind inklusive.
Kurze Laufzeiten, oft monatlich kündbar.
Plätze lassen sich kurzfristig dazubuchen oder abgeben.
Networking mit anderen Selbstständigen und Teams.
Nachteile
Pro Person teurer als ein eigener Raum, sobald das Team wächst (siehe Kostenvergleich unten).
Offene Flächen sind lauter, für vertrauliche Gespräche fehlt oft die Privatsphäre.
Kaum eigene Gestaltung: Dein Unternehmen tritt nicht im eigenen Look auf.
Shared Office (Untermiete)
Im Shared Office mietest du einen Raum oder Arbeitsplätze im Büro eines anderen Unternehmens, das Fläche übrig hat. Oft entsteht so eine Bürogemeinschaft. Solche Angebote findest du unter Büro mieten und Bürogemeinschaft.
Vorteile
Eigener, abschließbarer Raum ohne Mietvertrag über mehrere Jahre.
Meist möbliert, Nebenkosten oft in einer Pauschale enthalten.
Oft gute Lagen zu Preisen, die bei einer Direktmiete nicht ins Budget passen würden.
Küche, Meetingraum und Technik nutzt du mit.
Nachteile
Der Untermietvertrag endet spätestens mit dem Hauptmietvertrag.
Der Hauptvermieter muss der Untervermietung zustimmen. Das klärt der Untervermieter, frag im Zweifel danach.
Einrichtung und Hausregeln sind weitgehend vorgegeben.
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Was es bei der Untervermietung zu beachten gilt
Welche Flächen für eine Untervermietung geeignet sind
Eigenes Büro (Direktmiete)
Beim eigenen Büro schließt du selbst einen Gewerbemietvertrag mit dem Vermieter, meist über mehrere Jahre. Du bist Hauptmieter und trägst alle Rechte und Pflichten.
Vorteile
Volle Freiheit bei Raumaufteilung, Büroausstattung und Auftritt deines Unternehmens.
Planungssicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit.
Maximale Privatsphäre.
Nachteile
Lange Bindung: Befristete Verträge kannst du während der Laufzeit nicht ordentlich kündigen.
Einrichtung, IT, Reinigung und Raumplanung organisierst und bezahlst du selbst.
Zu Beginn fallen oft Kaution und Maklerprovision an.
Wie sieht die tatsächliche Nutzung der verschiedenen Büroflächen aus?
Ob Coworking, eigenes Büro oder Shared Office: Seit Homeoffice und hybrides Arbeiten verbreitet sind, bleiben in vielen Unternehmen Teile der Bürofläche regelmäßig leer. Das ist teuer und verhindert zugleich, dass kleine Unternehmen ein passendes Büro finden. Die naheliegende Lösung: freie Flächen untervermieten, Kosten teilen und Existenzgründer:innen, Start-ups und jungen Unternehmen ein Zuhause bieten.
Infografik: Eigenes Büro vs. Coworking vs. Shared Office
Kostenvergleich zwischen Coworking, eigenem Büro und Shared Office
Ein genauer Kostenvergleich hängt von Stadt, Lage und Ausstattung ab. Einen realistischen Anhaltspunkt geben die Preise, die Anbieter auf shareDnC verlangen. Das Beispiel vergleicht ein Team mit vier Personen: vier einzelne Schreibtischplätze im Coworking gegen einen eigenen Büroraum im Shared Office.
Stadt | 4 Schreibtischplätze pro Monat | 1 eigener Büroraum pro Monat |
|---|---|---|
Berlin | 1.120 € | 1.190 € |
München | 1.400 € | 1.050 € |
Hamburg | 1.196 € | 950 € |
Frankfurt am Main | 1.196 € | 900 € |
Düsseldorf | 1.196 € | 800 € |
Stuttgart | 1.200 € | 750 € |
Köln | 1.160 € | 750 € |
Quelle: shareDnC-Plattformdaten, Medianpreise aller seit Januar 2023 freigeschalteten Inserate (Angebotspreise netto, zzgl. Umsatzsteuer, mindestens 20 Inserate je Stadt, Stand 26.09.2026). Der Median ist der mittlere Wert: Die Hälfte der Angebote ist günstiger, die andere Hälfte teurer. Für vier Plätze ist der Schreibtisch-Median mit vier multipliziert.
Das Ergebnis: Bei vier Personen ist der eigene Büroraum in fast allen Städten günstiger, nur in Berlin liegen beide Varianten nah beieinander. Achte aber auf die Größe: Ein typischer Büroraum auf shareDnC hat rund 22 m², für vier Personen wird das eng. Bei einem direkt angemieteten eigenen Büro kommen zur Kaltmiete noch Nebenkosten, Möbel, IT und Reinigung hinzu, außerdem bindest du dich meist für mehrere Jahre. Was die einzelnen Kostenpunkte ausmachen, zeigt der Ratgeber Was kostet ein Büro?. Alle Preise nach Stadt findest du in der Auswertung Büro- und Coworking-Preise 2026.
Welches Büromodell passt zu deinem Unternehmen?
Vier Fragen helfen bei der Entscheidung: Wie groß ist dein Team, wie lange planst du, wie hoch ist dein Budget, und wie viel willst du selbst gestalten?
Wähle Coworking, wenn du allein oder mit einem kleinen Team sofort starten willst, nur wenige Monate planst oder den Bedarf noch nicht absehen kannst.
Wähle ein Shared Office, wenn du einen eigenen, abschließbaren Raum willst, aber keinen Mietvertrag über mehrere Jahre. Oft bekommst du so Lagen, die bei einer Direktmiete nicht ins Budget passen würden.
Wähle ein eigenes Büro, wenn du langfristig planst, eigene Anforderungen an Raumaufteilung und Ausbau hast und Nebenkosten, Einrichtung und Betrieb selbst organisieren willst.
Viele Teams starten im Coworking, wechseln bei wachsendem Team in ein Shared Office und mieten erst später selbst. Wer dabei Fläche übrig hat, kann sie wieder untervermieten.
Für welche Berufsgruppen eignen sich die verschiedenen Modelle?
Coworking eignet sich für:
Start-ups, die ihre ersten selbstständigen Gehversuche unternehmen möchten
Freiberufler:innen, die für eine bestimmte Zeit Büroräume benötigen
Renommierte Unternehmen, die für Aktionen für kurze Zeit Mitarbeiter:innen ausgliedern möchten, damit diese im Team ungestört besser zusammenarbeiten können
Individualist:innen, die Coworking auch für Ideenfindung nutzen
Ein eigenes Büro ist ideal für:
erfolgreiche Unternehmer:innen, die ihr Unternehmen an einem festen Standort aufbauen möchten
Agenturen oder Firmen, die ihr Unternehmen im eigenen Stil präsentieren möchten
Rechtsanwaltskanzleien: Die Kanzleipflicht nach § 27 BRAO verlangt dauerhaft verfügbare Räume. Ein flexibler Platz im Coworking Space reicht laut BGH nicht aus (Urteil vom 1.12.2025, AnwZ (Brfg) 50/24).
Ein Shared Office eignet sich für:
Kleine Teams, die aus dem Coworking herauswachsen und einen eigenen Raum brauchen
Unternehmen, die einen neuen Standort testen wollen, ohne sich für Jahre zu binden
Freiberufler:innen, die feste Büronachbarn statt wechselnder Community suchen
Fazit
Es gibt nicht das beste Büromodell, sondern das passende für deine Situation. Coworking ist die schnellste und flexibelste Lösung für Einzelne und kleine Teams. Ab etwa vier Personen ist ein eigener Raum im Shared Office in den meisten Städten günstiger als einzelne Schreibtischplätze und bietet mehr Ruhe, ohne dich für Jahre zu binden. Ein eigenes Büro per Direktmiete lohnt sich, wenn du langfristig planst und die Räume nach deinen Vorstellungen gestalten willst.
Auf shareDnC findest du Coworking Spaces, Büros zur Untermiete unter Büro mieten und Plätze in Bürogemeinschaften. Für dich als Mieter:in ist die Anfrage kostenlos und provisionsfrei. Hast du selbst Fläche übrig, kannst du sie über shareDnC untervermieten.
oder