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Bürofläche berechnen: Wie viel m² pro Mitarbeiter? (mit Tabelle)

Bürofläche berechnen – so geht’s!

Ob du ein neues Büro suchst, dein Team wächst oder durch Homeoffice Plätze leer bleiben: Am Anfang steht die Frage, wie viel Fläche du wirklich brauchst. Zu klein ist unbequem und kann gegen Arbeitsschutzregeln verstoßen, zu groß kostet jeden Monat unnötig Miete. Hier findest du die gesetzlichen Vorgaben, eine Tabelle zum Ablesen und eine Anleitung, wie du deinen Flächenbedarf in vier Schritten berechnest.

Welche Vorschriften gelten für die Bürofläche?

Grundlage sind das Arbeitsschutzgesetz und die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Die Verordnung verlangt eine ausreichende Grundfläche, Höhe und einen ausreichenden Luftraum, nennt aber selbst keine Zahlen. Die konkreten Werte stehen in der ASR A1.2 „Raumabmessungen und Bewegungsflächen“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Die früher separate Bildschirmarbeitsverordnung ist seit 2016 in der ArbStättV aufgegangen.

Hältst du dich an die ASR, kannst du davon ausgehen, die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen. Abweichungen sind möglich, wenn du die gleiche Sicherheit auf andere Weise erreichst und das in der Gefährdungsbeurteilung dokumentierst.

Die wichtigsten Werte der ASR A1.2

Vorgabe

Wert

Mindestgrundfläche Arbeitsraum

8 m² für einen Arbeitsplatz, plus 6 m² je weiteren Arbeitsplatz

Richtwert Büroarbeitsplatz im Zellenbüro

8 bis 10 m² je Arbeitsplatz inkl. Möblierung und anteiliger Verkehrsfläche

Richtwert Büroarbeitsplatz im Großraumbüro

12 bis 15 m² je Arbeitsplatz

Bewegungsfläche am Arbeitsplatz

mindestens 1,5 m², mindestens 1,0 m breit und tief

Luftraum bei überwiegend sitzender Tätigkeit

mindestens 12 m³ je Person

Lichte Raumhöhe

Grundfläche des Raums

Mindesthöhe

bis 50 m²

2,50 m

mehr als 50 bis 100 m²

2,75 m

mehr als 100 bis 2.000 m²

3,00 m

mehr als 2.000 m²

3,25 m

Bei Räumen bis 50 m² können nach Landesbaurecht auch geringere Höhen zulässig sein. Prüfe das im Zweifel mit der zuständigen Behörde.

Tabelle: Bürofläche nach Anzahl der Mitarbeitenden

Mitarbeitende

Mindestfläche Arbeitsraum (ASR)

Richtwert Zellenbüro

Richtwert Großraumbüro

Mietfläche gesamt (Praxis)

1

8 m²

8–10 m²

–

12–20 m²

2

14 m²

16–20 m²

–

24–40 m²

3

20 m²

24–30 m²

–

36–60 m²

5

32 m²

40–50 m²

–

60–100 m²

10

62 m²

80–100 m²

120–150 m²

120–200 m²

25

152 m²

200–250 m²

300–375 m²

300–500 m²

50

302 m²

400–500 m²

600–750 m²

600–1.000 m²

Die ersten drei Spalten beziehen sich auf die reinen Arbeitsräume. Die letzte Spalte ist ein Erfahrungswert für die gesamte Mietfläche einschließlich Küche, Meetingraum, Flur, Empfang und Sanitärräumen. Er schwankt stark je nach Grundriss und Bürokonzept.

So berechnest du deinen Flächenbedarf in 4 Schritten

  1. Arbeitsplätze zählen: Wie viele Menschen arbeiten an einem normalen Tag gleichzeitig im Büro? Bei hybriden Teams sind das oft deutlich weniger als die Zahl der Mitarbeitenden.

  2. Arbeitsplatzfläche ansetzen: Multipliziere die Zahl der Plätze mit dem Richtwert, im Zellenbüro 8 bis 10 m², im offenen Büro 12 bis 15 m².

  3. Zusatzflächen addieren: Meetingräume (etwa 2 bis 3 m² je Sitzplatz), Küche, Empfang, Lager, Server- und Druckerraum, Telefonboxen.

  4. Nebenflächen berücksichtigen: Flure, Toiletten und Technikflächen machen je nach Gebäude einen erheblichen Teil der Mietfläche aus. Frag nach, nach welcher Richtlinie die Mietfläche berechnet wurde.

Beispiel: Ein Team mit 8 Mitarbeitenden, davon im Schnitt 6 gleichzeitig im Büro, plant 6 Plätze × 10 m² = 60 m². Dazu kommen ein Meetingraum für 6 Personen mit rund 15 m² und eine Küche mit rund 10 m². Mit Fluren und Sanitärräumen landet das Team bei etwa 100 m² Mietfläche.

Arbeitsfläche, Nutzfläche, Mietfläche: der Unterschied

In Mietangeboten steht fast immer die Mietfläche. Sie wird meist nach der Richtlinie MF-G der gif (Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung) oder nach DIN 277 berechnet und enthält neben den Büroräumen auch anteilige Flure, Toiletten und teilweise Gemeinschaftsflächen. Nicht zur Mietfläche zählen in der Regel Treppenhäuser, Aufzugsschächte und Technikschächte. Deine tatsächlich nutzbare Arbeitsfläche ist deshalb kleiner als die Zahl im Exposé. Vergleiche Angebote immer auf derselben Grundlage.

Weniger Fläche durch Homeoffice und Desk Sharing

Sind nie alle Mitarbeitenden gleichzeitig im Büro, brauchst du nicht für jede Person einen festen Platz. Mit Desk Sharing kommen viele Unternehmen mit 60 bis 80 Plätzen pro 100 Mitarbeitende aus. Die frei werdende Fläche musst du nicht ungenutzt bezahlen: Du kannst sie untervermieten und so Miete sparen. Wie viel, zeigt dir unser Kalkulator.

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Wie groß sollte welche Büroform sein?

Büroform

Personen

Typische Fläche

Einzelbüro

1–2

10–25 m²

Teambüro

3–6

25–60 m²

Büroetage

6–25

60–400 m²

Großraumbüro

ab 25

ab 300 m²

Wie du von der Fläche zum passenden Büro kommst, erklärt der Ratgeber Büroplanung.

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Häufige Fragen

Nach ASR A1.2 braucht ein Arbeitsraum mindestens 8 m² für den ersten und 6 m² für jeden weiteren Arbeitsplatz. Als Richtwert für Büroarbeitsplätze nennt die Regel 8 bis 10 m² je Arbeitsplatz im Zellenbüro und 12 bis 15 m² im Großraumbüro, jeweils einschließlich Möblierung und anteiliger Verkehrsfläche.

Rechnest du Küche, Meetingräume, Flure und Sanitärräume dazu, planen Unternehmen in der Praxis meist mit 12 bis 20 m² Mietfläche pro Person. Bei Desk Sharing kann der Wert niedriger liegen, weil nicht jede Person einen eigenen Platz braucht.

Nach ASR A1.2 beträgt die lichte Raumhöhe bei Räumen bis 50 m² mindestens 2,50 m, bis 100 m² mindestens 2,75 m, bis 2.000 m² mindestens 3,00 m und darüber mindestens 3,25 m. Bei kleinen Räumen können nach Landesbaurecht geringere Höhen zulässig sein.