Für Gründer:innen, Start-ups und Freelancer:innen ist Coworking oft der einfachste Weg zu einem professionellen Arbeitsplatz. Auf den ersten Blick wirken viele Coworking Spaces ähnlich: Schreibtische, WLAN, Kaffee. Im Detail unterscheiden sich die Anbieter aber deutlich – bei den Kosten, der Vertragslaufzeit, dem Service und der Community. Hier erfährst du, welche Arten von Anbietern es gibt und wie du den passenden findest.
Welche Arten von Coworking-Anbietern gibt es?
Anbietertyp | Typische Merkmale | Passt zu |
|---|---|---|
Internationale Ketten | Viele Standorte, einheitlicher Standard, Mitgliedschaft oft in mehreren Städten nutzbar | Teams mit Reisebedarf, Unternehmen mit mehreren Standorten |
Lokale Coworking Spaces | Inhabergeführt, starke Community, individuelle Atmosphäre | Freelancer:innen, Kreative, Start-ups |
Private Büros, Empfang, Sekretariatsservice, repräsentative Lage | Beratung, Kanzleien, Vertrieb | |
Untervermieter und Bürogemeinschaften | Unternehmen vermieten freie Plätze oder Räume im eigenen Büro | Wer einen eigenen Raum günstig und flexibel sucht |
Zu den bekannten Ketten in Deutschland gehören etwa IWG mit den Marken Regus und Spaces, WeWork, Design Offices und Mindspace. Daneben gibt es in fast jeder Stadt unabhängige Spaces, die oft günstiger und persönlicher sind. Bürogemeinschaften und Untervermieter sind keine professionellen Betreiber, bieten aber häufig die günstigsten eigenen Räume.
Was bieten Coworking-Anbieter ihren Kunden?
Arbeitsplätze: Flex Desk, Fix Desk oder privates Büro, siehe Für wen lohnt sich Coworking?
Infrastruktur: WLAN, Drucker, Küche, Schließfächer, oft 24/7-Zugang
Meetingräume: meist mit einem Stundenkontingent im Tarif, darüber hinaus buchbar
Services: Empfang, Postannahme, Geschäftsadresse oder virtuelle Büros
Community: Events, Workshops und Networking
Worin unterscheiden sich Coworking-Anbieter?
Preis und Preismodell
Auf shareDnC kostet ein Schreibtischplatz bei Coworking Spaces und Business Centern im Median 229 € netto im Monat, bei Untervermietern 299 €. Beim eigenen Büroraum ist es umgekehrt: 990 € beim Profi-Anbieter, 750 € beim Untervermieter (Inserate seit 2023, Stand 26.09.2026). Achte darauf, was im Preis enthalten ist. Ein günstiger Grundpreis kann durch Extras für Meetingräume, Drucken oder die Geschäftsadresse teurer werden als ein Pauschalangebot.
Laufzeit und Kündigung
Viele Coworking Spaces sind monatlich kündbar, Business Center verlangen für private Büros oft Mindestlaufzeiten von 6 bis 12 Monaten. Bei Untervermietern ist die Laufzeit Verhandlungssache, der Untermietvertrag endet spätestens mit dem Hauptmietvertrag.
Service und Ausstattung
Ketten und Business Center bieten meist mehr Service – Empfang, Reinigung, IT-Support. Lokale Spaces punkten mit Atmosphäre und Community. Bei Untervermietern nutzt du die Infrastruktur des Hauptmieters mit, etwa Küche, Drucker und Meetingraum.
Atmosphäre und Community
Manche Spaces sind auf bestimmte Branchen ausgerichtet, etwa Kreative, Tech-Start-ups oder Rechtsanwält:innen. Andere setzen auf Ruhe statt Events. Ein Probetag zeigt dir schnell, ob die Mischung passt.

Checkliste: So vergleichst du Coworking-Anbieter
Kriterium | Frage an den Anbieter |
|---|---|
Lage | Wie ist die Anbindung an ÖPNV, Parkplätze, Fahrradstellplätze? |
Zugang | Nur zu Öffnungszeiten oder 24/7? |
Preis | Was ist inklusive, was kostet extra? |
Meetingräume | Wie viele Stunden sind enthalten, was kostet jede weitere? |
Laufzeit | Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Verlängerung? |
Ruhe | Gibt es Telefonboxen, ruhige Zonen, private Räume? |
Adresse | Darf ich die Adresse für Firmensitz und Post nutzen? |
Datenschutz | Wie sind WLAN und Drucker abgesichert? |
Wachstum | Kann ich später auf ein Teambüro wechseln? |
Coworking oder Shared Office?
Eine Alternative zum klassischen Coworking Space ist das Shared Office: Ein Unternehmen vermietet freie Plätze oder Räume in seinem eigenen Büro. Du arbeitest im Umfeld eines anderen Teams und zahlst für einen eigenen Raum oft weniger als im Business Center. Den ausführlichen Vergleich zwischen Shared Office, Coworking und einem eigenen Büro findest du in unserem Ratgeber.
Fazit
Den einen besten Coworking-Anbieter gibt es nicht. Ketten bieten Standards und mehrere Standorte, lokale Spaces Community und oft bessere Preise, Business Center Service und Repräsentation. Untervermieter sind die günstige Wahl für einen eigenen Raum. Vergleiche die Angebote anhand der Checkliste und teste deinen Favoriten mit einem Probetag. Auf shareDnC findest du alle vier Anbietertypen – für dich als Mieter:in provisionsfrei.
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