Flexible Bürolösungen: Bedarf an preisgünstigen Angeboten in Berlin am höchsten

Mietpreise bei Entscheidung für flexible Büroarbeitsplätze entscheidend

Auf seiner Plattform bündelt das PropTech freie und zur Untermiete angebotene Büroarbeitsplätze. Startups oder auch andere Unternehmen, die auf der Suche nach flexiblen Bürolösungen sind, können über shareDnC verschiedene Optionen buchen. So können sie in Co-Working Spaces, Serviced Offices oder als Untermieter bei anderen Unternehmen je nach Bedarf beispielsweise eigene, abschließbare Büros oder auch nur einzelne Schreibtische auf Gemeinschaftsflächen anmieten. Die Preise, die für einen Arbeitsplatz anfallen, unterscheiden sich dabei je Bezirk und Art mitunter stark. So belaufen sich die Costs per Desk (Kosten für einen Arbeitsplatz) in einem geschlossenen Büroraum zur Untermiete bei einem anderen Unternehmen in Mitte auf durchschnittlich 214 Euro im Monat. In einem Co-Working Space werden im gleichen Bezirk im Schnitt hingegen 338 Euro, in einem Serviced Office sogar 494 Euro monatlich fällig. „Die Mehrkosten entstehen bei Co-Working Spaces und Serviced Offices vor allem durch die zusätzlichen Services für Mieter. Gerade Gründer verzichten in der Anfangszeit aber gerne auf solche zusätzlichen Angebote. Für sie ist eine günstige Miete in der Regel der entscheidende Faktor bei der Wahl eines Büros“, sagt Philipp Hartje.

Das zeigt auch eine repräsentative Studie auf, die das Institut INNOFACT aus Düsseldorf für shareDnC durchgeführt hat. Dafür wurden insgesamt 450 Selbstständige und Entscheider kleinerer Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt. Das Ergebnis: Für rund 80 Prozent ist ein günstiger Preis dabei die entscheidende Anforderung an flexible Büroarbeitsplätze. 72 Prozent nannten zudem kurze Kündigungsfristen von unter drei Monaten als wichtiges Kriterium. Dass bei flexiblen Bürokonzepten keine Maklerprovisionen fällig werden, ist für ebenfalls 72 Prozent eine Voraussetzung bei der Entscheidung. Eine Top-Lage oder zusätzliche Dienstleistungen wie Sekretariatsservices sind bei der Entscheidung weniger relevant.

Hoher versteckter Leerstand in Städten wie Berlin

Zwei Drittel der Befragten gaben an, in Zukunft flexible Büroarbeitsplätze anzumieten. Noch würden die meisten solcher Arbeitsplätze in Co-Working Spaces und Business Center vermietet, sagt Philipp Hartje. „Getrieben durch die steigende Nachfrage werden sie ihr Angebot kurz- und mittelfristig weiter ausbauen. Allerdings bedienen diese professionellen Anbieter vor allem Premium-Kunden, für die der Preis nicht das erste Entscheidungskriterium darstellt. Die Nachfrage wird aber vor allem auch im preissensiblen Bereich spürbar steigen.“ Hier komme es darauf an, ein preislich attraktives Angebot entgegenzusetzen.

Fakt sei allerdings, dass es vor allem im günstigeren Preissegment zu wenig flexible Bürolösungen zur Miete gebe. Einerseits, weil die großen professionellen Anbieter dieses Segment nicht abdeckten, andererseits, weil es viel ungenutzten – so genannten „versteckten“ – Leerstand gebe, der nicht in den offiziellen Statistiken auftaucht. In Berlin ist der Büroleerstand im ersten Halbjahr 2018 auf unter drei Prozent gesunken. „Tatsächlich dürfte der Leerstand aber um einiges höher sein“, so Hartje. Denn in Berlin stehen, wie auch in vielen anderen deutschen Städten, bei zahlreichen Unternehmen kleine Flächen oder Büroräume frei, für die die Firmen zumindest temporär keine Verwendung haben. shareDnC will die Unternehmen dazu motivieren, diese Flächen aufzuzeigen und beispielsweise Startups über die Untervermietung so passende Flächen zugänglich zu machen.

Offenlegung von Leerstand kommt Wirtschaftsstandort Berlin zugute

In Berlin unterstreicht das Unternehmen das aktuell auch im Rahmen einer stadtweiten Kampagne mit Radiospots und Billboards. „Mit unserer laufenden Kampagne wollen wir zum einen junge Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass sie bei uns Bürolösungen finden, die zu ihrer jeweiligen Situation passt. Gleichzeitig möchten wir dadurch aber auch die etablierten Unternehmen ermutigen, derzeit vielleicht noch ungewöhnliche Wege zu gehen und ihre freien Schreibtische oder Büros zur Untermiete anzubieten. Flächen, die für sie nutzlos sind, können für Startups oder kleinere Unternehmen entscheidend sein, um ihre Ideen in die Realität umzusetzen“, sagt Philipp Hartje. Die Offenlegung des Leerstandes habe viele Vorteile, betont der shareDnC-Geschäftsführer. Etablierte Unternehmen reduzieren so nämlich nicht nur ihre Mietkosten für ungenutzte Flächen, sondern tragen auch dazu bei, den Wirtschaftsstandort Berlin zu fördern. Ganz abgesehen davon, dass sie sich bestenfalls spannende Untermieter ins Büro holen, mit denen auch ein produktiver inhaltlicher Austausch entstehen kann.
Künftig wird shareDnC die Kennzahlen der Mieten für flexible Bürolösungen regelmäßig auswerten, um einen Langzeitmietpreisindex der sieben größten deutschen Städte zu entwickeln. Dies soll jungen und auch eingesessenen Unternehmen bei der Entscheidung der Standortwahl helfen.

 

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