Aktualisiert am Work Smarter

Coworking Space: Was ist das, was kostet es und für wen lohnt es sich?

Was ist Coworking? Definition & Vorteile

Dank Laptop, Cloud und Videokonferenz ist flexibles Arbeiten in vielen Berufen selbstverständlich geworden, und hybride Arbeitsmodelle haben den Bedarf an flexiblen Büros weiter erhöht. Eine der beliebtesten Lösungen ist das Coworking. Hier erfährst du, was ein Coworking Space genau ist, welche Arten es gibt, was ein Platz kostet und für wen sich das Modell lohnt.

Was ist ein Coworking Space? Die Definition

Coworking bedeutet wörtlich „zusammenarbeiten“. Ein Coworking Space ist ein Büro, in dem Menschen aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen nebeneinander arbeiten. Sie teilen sich Arbeitsplätze, Meetingräume, Küche, Drucker und WLAN und zahlen nur für den Platz, den sie tatsächlich nutzen. Der Betreiber stellt die Infrastruktur und kümmert sich um Reinigung, Internet und Ausstattung.

Typisch für ein Coworking-Büro sind offene Flächen mit Schreibtischen, ergänzt um ruhige Zonen, Telefonboxen und abschließbare Räume. Anders als in einem klassischen Business Center steht die Community im Vordergrund: Viele Spaces organisieren Events, Workshops und Frühstücksrunden, bei denen sich die Mitglieder kennenlernen.

Die ersten Coworking Spaces entstanden Mitte der 2000er-Jahre in San Francisco. Heute gibt es sie in praktisch jeder deutschen Großstadt, etwa in Berlin, München, Hamburg, Köln oder Frankfurt, zunehmend aber auch in kleineren Städten und auf dem Land.

Welche Arbeitsplätze gibt es im Coworking Space?

Tarif

Was du bekommst

Für wen

Tagespass

Flexibler Platz für einen Tag

Gelegentliche Nutzung, Test vor dem Abo

Flex Desk

Freier Platz in der offenen Fläche, kein fester Tisch

Wer nicht jeden Tag vor Ort ist

Fix Desk

Eigener Schreibtisch, oft mit Rollcontainer und 24/7-Zugang

Wer regelmäßig vor Ort arbeitet

Privates Büro

Abschließbarer Raum für 1 bis 10+ Personen

Teams, vertrauliche Arbeit, Telefonate

Virtual Office

Geschäftsadresse und Postservice ohne Arbeitsplatz

Firmensitz ohne eigenes Büro

Beim Flex Desk suchst du dir jeden Tag einen freien Platz, wer zuerst kommt, sitzt am Fenster. Beim Fix Desk gehört der Schreibtisch dir, du kannst Monitor und Unterlagen stehen lassen. Wie das Prinzip der geteilten Tische in Unternehmen funktioniert, erklären wir im Ratgeber Desk Sharing.

Brauchst du nur ab und zu einen Platz, lohnt sich ein Coworking Tagespass. Für Kundentermine kannst du stunden- oder tageweise einen Meetingraum mieten, und wer nur eine Adresse braucht, findet im Ratgeber Virtual Office mieten alle Details.

Was kostet ein Coworking Space?

Die Preise hängen vor allem von Stadt, Lage und Tarif ab. Auf shareDnC kostet ein Schreibtischplatz im Median zwischen 280 € (Berlin) und 350 € (München) netto im Monat (Inserate seit 2023, Stand 26.09.2026). Bei Coworking Spaces und Business Centern liegt der Median mit 229 € sogar unter dem von Untervermietern mit 299 €. Ein Fix Desk ist dabei meist teurer als ein Flex Desk.

Stadt

Schreibtischplatz (Median, netto/Monat)

Berlin

280 €

München

350 €

Hamburg

299 €

Frankfurt am Main

299 €

Düsseldorf

299 €

Köln

290 €

Stuttgart

300 €

Ein eigener, abschließbarer Büroraum kostet im Median rund 800 € im Monat. In München zahlst du meist mehr als in Köln, auf dem Land weniger als in der Großstadt. Alle Preise nach Stadt und Anbietertyp findest du in der Auswertung Büro- und Coworking-Preise 2026.

In der Regel inklusive: WLAN, Strom, Heizung, Reinigung, Küche mit Kaffee und Tee, Nutzung der Gemeinschaftsflächen. Oft extra: Meetingraum-Stunden, Drucken, Postservice, Geschäftsadresse, Spind, Parkplatz.

Jetzt passenden Coworking Space finden

Vor- und Nachteile von Coworking

Vorteile

Nachteile

Kurze Laufzeiten, oft monatlich kündbar

Geräuschkulisse in offenen Flächen

Keine Investition in Möbel und Technik

Weniger Privatsphäre am Flex Desk

Nur zahlen, was du nutzt

Meetingräume zu Stoßzeiten belegt

Networking mit anderen Mitgliedern

Wenig Spielraum für eigenes Branding

Professionelles Umfeld statt Homeoffice

Bei großen Teams auf Dauer teurer als ein eigenes Büro

Ein wichtiger Vorteil ist das Networking: Aus Gesprächen an der Kaffeemaschine entstehen Aufträge und Kooperationen. Ob sich Coworking für dich lohnt, hängt von Teamgröße, Nutzungstagen und Anforderungen an Ruhe ab. Eine ausführliche Abwägung mit Rechenbeispiel findest du im Ratgeber Für wen lohnt sich Coworking?.

Für wen eignet sich ein Coworking Space?

  • Freelancer:innen und Selbstständige, die raus aus dem Homeoffice wollen

  • Gründer:innen und Start-ups, die schnell wachsen oder schrumpfen können müssen

  • Remote-Mitarbeitende, deren Unternehmen keinen Standort in der Stadt hat

  • Projektteams etablierter Unternehmen, die für einige Monate einen Ort brauchen

  • Digitale Nomad:innen, die in verschiedenen Städten arbeiten

Die Zielgruppe von Coworking Spaces ist bunt gemischt.

Coworking, Shared Office, Bürogemeinschaft: die Unterschiede

Büroform

Wer vermietet?

Typisch

Coworking Space

Professioneller Betreiber

Offene Flächen, Community, flexible Tarife

Business Center

Professioneller Betreiber

Private Büros mit Empfang und Service

Shared Office

Unternehmen, das eigene Fläche untervermietet

Platz im Team eines anderen Unternehmens

Bürogemeinschaft

Mehrere Selbstständige oder Firmen gemeinsam

Geteilte Kosten, oft langfristig

Einen ausführlichen Vergleich mit Kosten findest du unter Coworking, Shared Office oder eigenes Büro. Suchst du einen eigenen Raum nur für dich, hilft der Ratgeber Einzelbüro mieten.

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

  1. Lage und Anbindung: Wie lange brauchst du, gibt es Parkplätze oder eine Haltestelle vor der Tür?

  2. Zugangszeiten: Nur zu Bürozeiten oder rund um die Uhr?

  3. Ruhe: Gibt es Telefonboxen, ruhige Zonen oder private Räume?

  4. Leistungen: Was ist inklusive, was kostet extra (Meetingraum, Drucken, Adresse)?

  5. Laufzeit und Kündigung: Monatlich kündbar oder Mindestlaufzeit?

  6. Community: Passt die Mischung der Mitglieder zu dir? Ein Probetag zeigt es am schnellsten.

Welche Arten von Anbietern es gibt und wie sie sich unterscheiden, liest du unter Coworking-Anbieter im Vergleich.

Ausstattung: Was sollte ein Coworking Space bieten?

Zur Grundausstattung gehören ergonomische Stühle, ausreichend große Schreibtische, stabiles WLAN, Drucker und Scanner, eine Küche und mindestens ein Meetingraum. Gute Spaces bieten zusätzlich Telefonboxen, höhenverstellbare Tische, Schließfächer und eine Lounge. Einige haben Kinderbetreuung, Duschen oder Fahrradstellplätze.

Natürlich darf auch beim Coworking der Kaffee nicht zu kurz kommen

Fazit

Ein Coworking Space bietet dir einen professionellen Arbeitsplatz ohne langfristigen Mietvertrag, ohne Investitionen und mit einer Community obendrauf. Für Einzelpersonen und kleine Teams ist er oft die günstigste flexible Lösung. Ab einer gewissen Teamgröße kann ein eigener Raum in einer Bürogemeinschaft oder einem Business Center günstiger sein. Auf shareDnC findest du Coworking Spaces großer Ketten und kleiner, unabhängiger Betreiber in vielen Städten – für dich als Mieter:in provisionsfrei.

Freien Coworking-Platz finden

Vergleiche Coworking Spaces, Bürogemeinschaften und Business Center in deiner Stadt und frage direkt beim Anbieter an.

Coworking Spaces ansehen

Häufige Fragen

Auf shareDnC kostet ein Schreibtischplatz in den großen Städten im Median zwischen 280 € (Berlin) und 350 € (München) netto im Monat. In Coworking Spaces ist er mit 229 € im Median günstiger als bei Untervermietern mit 299 € (Inserate seit 2023, Stand 26.09.2026). Nebenkosten, Internet und die Nutzung der Gemeinschaftsflächen sind meist enthalten.

Bei der Untervermietung mietest du Räume oder Plätze von einem Unternehmen, das selbst Hauptmieter ist. Grundlage ist ein Untermietvertrag, und der Hauptmieter braucht die Erlaubnis seines Vermieters nach § 540 BGB. Beim Coworking buchst du Arbeitsplätze oder ein Teambüro bei einem Betreiber, meist mit kurzer Laufzeit und allen Services inklusive.

Viele Coworking Spaces bieten eine Geschäftsadresse mit Postservice an, meist gegen Aufpreis oder in einem höheren Tarif. Ob die Adresse auch für Handelsregister und Gewerbeanmeldung genutzt werden darf, regelt der Vertrag mit dem Betreiber. Frage das vor Vertragsschluss ausdrücklich nach.